Der Rebensaft

 

 

Die Hügel neigen sich nach Süden,

der vollen Sonne zugewandt.

Die Götter zeigen sich zufrieden.

Sie lieben dieses schöne Land,

denn jede Kuppe, jeder Hain

ist wie geschaffen für den Wein.

 

Der Winzer geht durch seine Reben.

Er pflegt die Stöcke, weiß genau:

„Der Berg, in Obhut mir gegeben,

die Traube, die ich hier anbau,

muss jederzeit gesegnet sein,

sonst gibt es keinen guten Wein.“

 

Sind Wind und Wetter recht gewesen,

erfolgt die Ernte spät im Jahr.

Die Beeren werden jetzt gelesen,

so wie es immer Sitte war.

Der neue Most, der junge Wein

kommt in ein großes Fass hinein.

 

Und um das Jahr, den Kreis, zu schließen,

trifft die Gemeinde sich beim Fest.

„Der Rebensaft soll reichlich fließen,

dass uns der Himmel nicht verlässt...“

Der Winzer schenkt den Gästen ein.

Was wär‘ das Leben ohne Wein?!