Die Fülle

 

 

Ich bleibe still gesammelt sitzen,

so weit wie möglich unbewegt.

Das tut mit gut und wird mir nützen,

dass alle Ungeduld sich legt.

 

Ich spüre meinen Leib, die Sinne,

wie jede Faser sich entspannt,

wie ich an inn'rer Kraft gewinne,

an Halt, an Festigkeit und Stand.

 

Mein Augenmerk ist ausgerichtet

auf jene unsichtbare Welt,

wo man die Dinge neu gewichtet,

wo sich erweist, was wirklich zählt.

 

Viel Schönes, in vergangnen Jahren,

hat mich bereichert, mich erfreut.

Auch Tage, die eher dunkel waren,

bedeuten nicht verlorne Zeit.

 

Ruhig schlägt mein Herz, und ich darf hoffen,

dass mich der Himmel nicht vergisst.

Mir stehen alle Türen offen

    dort, wo des Lebens Fülle ist.