DER ADLER


Ich lassen mich am Boden nieder
und nehme jene Haltung ein,
die mir seit langem immer wieder

erlaubt, ganz konzentriert zu sein.

 

Der Alltagslärm scheint abzuklingen.

Die Stürme haben sich gelegt.
Aus meinen Schultern wachsen Schwingen

wie sie ein großer Vogel trägt.

Mein Leib wird leicht, beginnt zu schweben,

vibriert bei jedem Atemzug.
Er will sich in die Luft erheben

zu einem schwerelosen Flug.

 

Tief unten sehe ich die Erde.

Die Häuser wirken schon sehr klein.

Ich spüre, wie ich freier werde.

Ich möchte wohl ein Adler sein.

 

An meinen Leib bin ich gebunden.

Ich stamme von der Erde ab.

Ich habe zu mir selbst gefunden,

da mir der Himmel Flügel gab.